Veranstaltungen
Freitag, 16. März 2012, 19.30 h, Atelier 21, Jülicherstr. 21 in Aachen
Konzert mit klassischer indischer Musik
Asad Quisilbash, Sarod, und Arup Sen Gupta, Tabla
Zum ersten Mal bei der DIG Aachen zu Gast: Der aus Pakistan stammende Musiker Asad Qizilbash, Meister der Violine und der magischen Sarod. Er zählt heute zu den weltbesten Sarod-Spielern. Er folgt dem musikalischen Stil seines indischen Lehrers Ustad Amjad Ali Khan, dessen Vorfahren die Sarod-Laute aus einem afghanischen Saiteninstrument entwickelten. Die Sarod ist vielleicht das klangvollste Instrument der klassischen indischen Musik. Viele Male repräsentierte dieser Ausnahmemusiker Pakistan auf besonderen internationalen Festivals, nicht zuletzt auf Peter Gabriels WOMAD in England.
Begleitet wird er von dem allseits bekannten Tabla-Spieler Arup Sen Gupta, der alle Großen der indischen Musikszene begleitetet hat und seit vielen Jahren eine feste Größe im Konzertgeschehen der DIG Aachen ist.
Eintritt: 10 Euro / Keine Ermäßigung / Kein Vorverkauf
Donnerstag, 26. April 2012, 19.30 h, ZENdence neben Hotel Regence, Peterstr. 71, Aachen
Vortrag von Dr. A. R. Sequeira–Prabhu: „Das indische Kastensystem: Fiktion oder Wirklichkeit?“
Das Wort „Kaste“ ist kein indisches Wort. Es ist portugiesischen Ursprungs und wurde von britischen Kolonialbeamten übernommen, um das „typisch Indische“ an der Sozialstruktur Indiens zu bezeichnen. Circa 1901 hatte der Zensusbeamter, H. Risley, die Aufgabe, eine Volkszählung durchzuführen. Er zählte 2378 Kasten und 43 Rassen. Eines seiner „Kriterien“: „Der soziale Status“ stehe „in einem proportionalen Verhältnis zur Nasenbreite.“
Der Heidelberger Indologe, A. Michaels, meint: „Kaum war das Kasten(un)wesen zum ‚typischen Indischen’ geworden, konnte es mit allen anderen verzerrenden Eigenschaften in Verbindung gebracht werden, die man diesem Land zuschrieb. Es wurde zum bestimmenden Faktor des Hinduismus, zu seiner Seele, seiner Psychologie – Risley sprach sogar von einem
‚caste instinct’ -, und es wurde kontrastiert mit dem Westen. Ein irrationales Durcheinander von Kasten, dessen einzige Struktur eine starre Hierarchie zu sein schien, stand den klar gegliederten, zentralisierten oder egalitären westlichen Gesellschaftsordnungen gegenüber.“
Michaels stellt weiter die Frage: „Haben die Indienreisenden, Kolonialbeamten oder .Missionare nur phantasiert, als sie die soziale Wirklichkeit Indiens beschrieben? Ist das Kastensystem wirklich nur eine Fiktion?“ Er weist auf die Ansicht eines bekannten Sozialwissenschaftlers, D. Mandelbaum, hin, der meint, dass „Kaste“ für so viele soziale Einheiten verwendet worden sei, „dass es fast besser sei, ganz auf ihn zu verzichten.“
Angesichts der vielen Missverständnisse hinsichtlicht der indischen Gesellschaftsstrukturen, die noch heute in deutschen Landen umkreisen, möchte der Referent die Mitglieder und Freunde der Deutsch – Indischen Gesellschaft zu einem Gespräch einladen, wodurch (hoffentlich!) die indische soziale Wirklichkeit etwas deutlicher wird. Es versteht sich, dass er aus seinen eigenen Erfahrungen berichtet. Andererseits ist er sich bewusst, dass viele Mitglieder der DIG Indien aus eigener Erfahrung kennen, sei dies durch Beziehungen zu Universitäten, durch Geschäftsbeziehungen, durch finanzielle Unterstützung vieler Sozialprojekte und als Touristen. Entsprechende Stellungnahmen sind angebracht und erwünscht.
Der Referent wird auch versuchen, einen Überblick des heutigen Forschungsstands zu bieten. Anschließend könnte man einen gemeinsamen Versuch unternehmen, die heutige Realität in Indien - zwischen den Wolkenkratzern der Softwarebranche und den Elendsvierteln in den Großstädten – unter die Lupe zu nehmen.
Freier Eintritt.
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Freitag, 11. Mail 2012, 19.30 h,
im Sardischen Kulturverein, Wittekindstr. 2a (am Ponttor), Aachen
Doppelkonzert und Jugalbandi mit klassischer indischer Musik: Nord-Süd
Dr. Mysore M. Manjunath, Violine, und N.N., Mridangam (Süd)
Indradeep Ghosh, Violine, und Arup Sen Gupta, Tabla (Nord)
Ein Highlight im Konzertprogramm unserer DIG! Zwei der besten indischen Violin-Virtuosen in einem Doppelkonzert, und sie spielen doch so verschieden! Zuerst jeder allein, dann treten sie in einen gemeinsamen Dialog der Instrumente , "Jugalbandi" genannt. Raga-Musik aus dem Süden und Norden Indiens vom Allerfeinsten! Zur Violine erklingen die südindische Mridangam und die nordindische Tabla als Begleitinstrumente.
Die Geigen-Künstler dieses einzigartigen “Jugalbandi” sind:
Dr. Mysore M. Manjunath aus Mysore, Sohn des berühmten Violinisten Prof. Mahadevappa, galt mit 8 Jahren, als er sein erstes öffentliches Konzert gab, als Wunderkind. Seine herausragende Kreativität und Musikalität sowie seine technische Virtuosität machten ihn zu einem der brillantesten Exponenten der karnatischen Musik, einem der wichtigsten Zweige der indischen Musik. Vom Wunderkind entwickelte er sich zum „Trail Blazer“, der das Publikum und die Kritiker in aller Welt begeisterte und die renommierten Konzertsäle weltweit füllte. Er war einer der jüngsten Musiker, dem von All Radio India der A-Top-Status vergeben wurde. Zahlreiche internationale Auszeichnungen und Ehrungen säumen seinen Erfolgsweg. Er tritt zum ersten mal in Aachen auf.
Indradeep Ghosh aus Kolkata, zuletzt Schüler von Prof. Chowdhury, nahm auch schon als Kind Geigenunterricht. Heute zählt er trotz seines jungen Alters schon zu den Besten der nordindischen Violinisten. Seine weltweiten Auftritte begeistern durch die große kreative Intelligenz sowie die exzellente Bogentechnik und Melodie. Wer diesen exzellenten Geiger einmal erlebt hat – etwa letztes Jahr in der Buddha-Bar in Aachen -, wird ihn wieder hören wollen.
Eintritt (wegen des Doppelkonzerts) 15 Euro / ermäßigt 12 Euro / Vorverkauf nur über DIG Aachen
Donnerstag, 24. Mai 2012, 19.30 h,
im Sardischen Kulturverein, Wittekindstr. 2a (am Ponttor), Aachen
Konzert mit klassischer indischer Musik
Pt. Rupak Kulkarni, Bambusflöte, und Pt. Subhen Chatterjee, Tabla
Pt. Rupak Kulkarni aus Kolkata, Schüler der Flöten-Legende Pt. Hariprasad Chaurasia, gilt als herausragender Exponent der Maihar Gharana-Richtung. Seine Konzerte verbinden die Elemente des alten Dhrupad-Gesangs mit dem neuen Genre des Khayal und bestechen durch die Kreativität des Künstlers in der innovativen Improvisation und die herausragende Atem- und Fingertechnik. Seine meditativen Ragas begeistern weltweit das Publikum und alle Kenner der indischen Musikszene. Als ganz junger Künstler war er vor 20 Jahren schon einmal zu Gast bei der DIG Aachen, jetzt kommt er als international hoch angesehener Virtuose mit zig Musikalben im Gepäck zurück.
Pt. Subhen Chatterjee aus Kolkata, Schüler des berühmten Gurus Pt. Swapan Chowdhury, lernte sein TablaSpiel zunächst in der Lucknow Gharana-Richtung. Bald schon ging er auf die Schönheit und Feinheiten anderer Gharanas ein, mit der Folge, dass seine Spielweise heute als einzigartig und unverwechselbar gilt. Mit allen Größen der indischen Musikszene, aber auch mit Peter Gabriel, Paul Horn und David Cosby, sowie mit der führenden Fusion-Band Karma hat er weltweit musiziert, auch als Solist ist er weltbekannt.
Es ist uns eine große Ehre, diese beiden Ausnahmekünstler zum ersten Mal in Aachen präsentieren zu dürfen.
Eintritt 12 Euro / ermäßigt 10 Euro / Vorverkauf nur über DIG Aachen
Donnerstag, 14. Juni 2012, 19.30 h, ZENdence neben Hotel Regence, Peterstr. 71, Aachen
Vortrag von Dr. A. R. Sequeira–Prabhu über die Sikhs und Jainas in Indien
Nähere Einzelheiten folgen später.
Bitte bereits jetzt vormerken:
Samstag, 8. September 2012, Im „Aachen-Fenster“, Buchkremerstr. 2, Aachen
Großer Indientag mit Musik und Tanz u.v.m.
Der Philosophischen Gesprächskreises DARSHANA unter der Leitung von Dr. A. Ronald Sequeira trifft sich monatlich seit 1997.
Termine 2012: 14. März, 11. April, 9. Mai, 13. Juni, 11. Juli, 12. September, 10. Oktober, 14. November und 12. Dezember
Ort: Katechetisches Institut, Eupenerstraße 132, 3. Etage, 52006 Aachen
Beginn: 19:30
aktuelles Theam: Tantrismus
siehe auch: "Die Philosophien Indiens" von Dr. A. Ronald Sequeira
Mitglieder und Freunde der Deutsch-Indischen Gesellschaft sind im Gesprächskreis jederzeit willkommen.
Mitgliederreisen:
Ganges Kreuzfahrt in Westbengalen + Bhutan mit Paro Fest 24.3.–8.4.2012
Patagonien & Feuerland mit Kreuzfahrt rund Kap Hoorn 21.10. - 6.11.2012
In Planung:
Sri Lanka: Februar/März 2013
Seidenstraße in China im Juni/Juli 2013
Highlights in Südost-Asien von Angkor Wat in Kambodscha, über Luang
Prabang in Laos bis Bagan in Myanmar
oder Indochina
Rajasthan bzw. Nordindien
Mali